Eva Schneider

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Technische Universität Berlin
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Eva Schneider studierte an der TU Berlin „Kultur und Technik“ (BA) mit dem Schwerpunkt Philosophie sowie „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ (MA). Während ihres Studiums arbeitete sie in dem transdisziplinären Forschungsprojekt „Translating Doping – Doping übersetzen“ mit. Sie ist Redakteurin des Internetauftritts des internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus und seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem vom BMBF geförderten Drittmittelprojekt „Anthropofakte“.

Beiträge

Vor dem tragischen Ereignis im Februar 2013 war Oscar Pistoriusein ein weltweit gefeierter Sportstar. Der beidseitig beinamputierte Sprinter lief auf j-förmigen Karbonfederprothesen Rekordzeiten. Er gewann mehrere Goldmedaillen und qualifizierte sich im Jahr 2012 als erster Amputierter für die Olympischen Spiele in London. Vor Pistorius hatte noch nie ein Athlet sowohl an den Paralympischen als auch den Olympischen Spielen teilgenommen. Der Südafrikaner war das Aushängeschild für den Behindertensport, der Liebling der Öffentlichkeit, heißbegehrtes Fotomodell und erfolgreicher Werbeträger.

Spätestens seit den Paralympischen Sommerspielen in London 2012 hat sie jeder einmal gesehen: die j-förmigen Karbonfederprothesen, auf denen ein- und beidseitig beinamputierte Sprinter mittlerweile so schnell laufen wie ihre nicht-behinderten Sprint-Kollegen. Der US-Amerikaner Van Phillips erfand die Sprintprothese vor genau dreißig Jahren. Wie so häufig in der Prothetik war auch in diesem Fall der Entwickler selbst betroffen: In den 70er Jahren erlitt der damals 21-jährige Phillips einen schweren Wasserskiunfall, bei dem er sein linkes Bein oberhalb des Fußgelenkes verlor.